Bildbeschreibungen der Kalenderblätter

Viele Partner des BFW Halle kennen inzwischen unseren alljährlichen Monatskalender mit wildlife Naturbildern. Neben den großflächigen Tierbildern, zeigt jedes Kalenderblatt das Motiv zusätzlich aus der Sicht einer speziellen Sehbeeinträchtigung.

Um auch blinden Menschen den Bildinhalt zugänglich zu machen, werden wir die jeweiligen Motive inklusive einer Bildbeschreibung und Anmerkungen des Fotografen veröffentlichen. Zukünftig finden Sie hier jeden Monat eine neue Bildbeschreibung, die auch für sehende Gäste einige spannende Details beinhalten.

September 2017

Auf dem Kalenderblatt vom September 2017 ist ein Schwalbenschwanz (Papilio machaon) überdimensional groß mit voll entfalteten Flügeln abgebildet. Er gehört zu den schönsten und farbenprächtigsten Schmetterlingen in Europa. Aufgenommen wurde dieses ganz besondere Motiv in den Spanischen Pyrenäen. Der Schwalbenschwanz ist cremegelb und schwarz gemustert. Entlang der hinteren Flügel zieht sich eine blaue Binde, die sich aus dutzenden kleinen Pünktchen zusammensetzt. Mittig davon befindet sich ein sogenannter roter Augenfleck. An den Hinterflügeln stehen kurze, schwarze „Schwänzchen“ ab und erinnern somit an den Schwanz einer Rauchschwalbe. Seine schwarzen Fühler sind lang und fein mit kleinen Kolben an den Enden. Der Hintergrund des Bildes gestaltet sich in unterschiedlichen Khakitönen. Verwischt zu erkennen sind Pflanzen, die  rechts und links am Blattrand entlangranken.

September 2017 - Schwalbenschwanz

Anmerkung des Fotografen:

Der Schwalbenschwanz gehört zu den schönsten und auffälligsten und recht großen Schmetterlingen in Europa. Er mag es warm und trocken. Das Bild ist in Spanien entstanden. Es gibt ihn auch in Deutschland. Leider hat es hier bei uns noch nicht mit einem Foto geklappt.

August 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom August 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Neuntöter (Lanius collurio), welcher in der linken Bildhälfte auf der Spitze eines nach oben ragenden Astes sitzt. Sein Blick richtet sich vom Betrachter aus nach rechts, sodass er seitlich zu erkennen ist. Die Federn vom Oberkopf bis hin zum Nacken zeigen sich in einem hellen Blaugrau. Um seine dunklen Augen herum zieht sich eine schmale, schwarze Gesichtsmaske. Der kräftige, schwarze Schnabel hat einen ausgeprägten Haken. Die Deckfedern der Flügel sind rötlichbraun und gehen in Richtung Arm- und Handschwingen in einen dunkelbraunen Ton über. Der Schwanz ist schwarz-weiß. Die feinen Federn des Rumpfes sind cremefarben. Der gesamte Bildhintergrund stellt sich in einem harmonischen Laubgrün dar.

Kalenderblatt August 2017 - Neuntöter

Anmerkung des Fotografen:

Der Neuntöter – sein Name klingt spektakulär. Der kleine Vogel hat es auch faustdick hinter den Ohren. Er sieht aus wie ein Singvogel – er ist auch einer – fängt aber kleine Tiere bis hin zu kleinen Mäusen. Seine Beute spiest er auf Dornen oder dergleichen auf, um sie zu deponieren und später zu fressen. Neuntöter teilen sich ihr Revier mit dem Pirol, dem Wendehals und auch dem Bienenfresser. Aus dem Versteck heraus kann man ihn gut fotografieren..

Juli 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juli 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Pirol (Oriolus oriolus), welcher vom Betrachter aus auf der rechten Bildseite auf einem dünnen Ast, der von rechts unten bis zur Bildmitte ragt, sitzt. Neben ihm sind deutlich die Blätter eines Laubbaumes zu erkennen, die sich in einem frischen, kräftigen Grün zeigen. Der Pirol schaut mit seinem roten, spitz zulaufenden, weit geöffneten Schnabel zur linken Bildseite. Die Federn des Köpfchens zeigen sich in einem olivgelbgrünlichen Ton. Kehle-, Brust- und Bauchbereich sind weißgrau mit einer schwarzgrauen Strichelung gefärbt. Die Unterschwanzdecke sowie die Schwanzspitze zeigen sich in einem Gelbton. An der Farbe des Gefieders ist gut auszumachen, dass es sich um ein Pirol-Weibchen handelt. Die linke Bildhälfte gestaltet sich in verwischten Grün- und Weißtönen, die an aufsteigende Seifenblasen erinnern.

Kalenderblatt Juli 2017 - Pirol

Anmerkung des Fotografen:

Der Pirol gehört zu den sehr schwer zu fotografierenden Motiven. Er macht sich zwar durch ganz typische Rufe bemerkbar, ist aber sehr scheu und brütet meist sehr hoch in großen Bäumen. Ganz selten begibt er sich einmal auf die Augenhöhe des Fotografen. Das Weibchen auf dem Bild saß genau vor meinem Versteck bei den Bienenfressern.

Juni 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juni 2017 wurde im BFW Halle (Saale) aufgenommen.

Es zeigt eine Waldohreule (Asio otus), die auf einem Ast inmitten eines Lindenbaumes sitzt, welcher sich quer von der linken zur rechten Bildseite zieht. Man hat den Eindruck, dass sie ihren Betrachter direkt mit ihren orangegelben Augen neugierig anschaut. Ihr Gefieder zeigt sich in einer rindenähnlichen Marmorierung, welche zum Bauch hin in ein Rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und einer feinen Querbänderung ausläuft. Gut zu erkennen sind die großen, steil aufgerichteten Federohren. Der Bildhintergrund ist teilweise in einer gelblich-grünen Unschärfe gehalten. Über das gesamte Bild sind die satten grünen Blätter der Linde verteilt.

Kalenderblatt Juni 2017 - Waldohreule

Anmerkung des Fotografen:

Eulen gehören zu den typischen Kulturfolgern. Das bedeutet, dass sie sich urbane Strukturen zunutze machen – z. B. um zu brüten. So auch diese Waldohreule, die praktisch vor meinem Bürofenster posierte. Wahrscheinlich wusste sie genau, dass sie dann fotografiert wird und in den Kalender kommt. Für mich als Tierfotografen sozusagen eine leichte Beute.

Mai 2017

Das Kalenderblatt vom Mai 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Bienenfresser (Merops apiaster) und einen Wendehals (Jynx torquilla).

Vom Betrachter aus gabelt sich ein Ast von der rechten unteren bis zur linken oberen Bildseite. Auf der linken Spitze des Astes sitzt ein  Bienenfresser mit weit ausgebreiteten Schwingen. Der auffallend bunte Vogel mit seinem türkisen Brust- und Bauchbereich mutet wie ein Exot an. Sein Kinnbereich ist gelb mit einer schmalen schwarzen Umrandung. Auch im Augenbereich findet sich ein schwarzer Streif. Die Federn des Oberkopfes sind rostbraun. Der schwarze Schnabel ist lang und leicht gebogen. Auf der rechten Astgabel sitzt ein Wendehals, er richtet seinen Blick nach links zum Bienenfresser. Der kleine Vogel hat rindenfarbenes, graubraunes Gefieder, einen kurzen grauen, spitzen Schnabel und einen graubraunen Schwanz mit drei dunkelbraunen Querbinden. Der Hintergrund des Bildes stellt sich in einer Unschärfe dar, die über dunkelgrüne bis hin zu helleren Grüntönen übergeht.

Kalenderblatt Mai 2017 - Bienenfresser und Wendehals

Anmerkung des Fotografen:

Beide Vögel – Bienenfresser und Wendehals – gehören sicher nicht zu den ganz alltäglichen Vögeln in Deutschland. Sie beide gleichzeitig auf einem Ast zu fotografieren ist ein besonderes Highlight. Ich hatte im Frühjahr diesen Ast eigentlich für die Bienenfresser aufgestellt. Ich ahnte nicht, dass in der Bienenfresserkolonie ebenfalls ein Wendehals brütet. So ergab es sich, dass sie öfter gemeinsam diesen Ast als Sitzwarte benutzten.

April 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom April 2017 wurde in der Maremma aufgenommen. Es zeigt einen Wiedehopf (Upupa epops). Er sitzt vom Betrachter aus auf einem von links bis über die Bildmitte nach rechts ragenden Aststumpf. Dabei wendet der Wiedehopf seinen Blick nach rechts.  Gut zu erkennen ist einer seiner schwarz-weiß gebänderten Flügel. Die Federn von Kopf, Hals, Brust und Bauch zeigen sich in einem rosabraunen Ton. Sein fächerartiger Kopfschmuck endet in schwarzen Spitzen. Der Schnabel ist dünn, wirkt relativ lang und ist leicht nach unten gebogen.  Die Unschärfe des Hintergrundes zeigt sich in verschiedenen Grün- und Gelbtönen und mutet wie aufsteigende Seifenblasen an.

Kalenderblatt April 2017 - Wiederhopf


Anmerkung des Fotografen:
Den Wiedehopf gibt es in weiten Teilen Europas – auch in Deutschland. Je weiter man sich aber nach Norden bewegt, desto geringer sind die Vorkommen. Was liegt also näher, als gen Süden zu fahren, quasi dem Wiedehopf entgegen. Das Bild stammt aus Italien. Hier findet man die tollen Vögel wesentlich leichter und häufiger als vor der heimischen Haustür. Ganz einfach ist es trotzdem nicht, dem Vogel möglichst nahe zu kommen. Ich hatte das Tarnzelt schon abends aufgebaut und mich für diese Gegenlichtsituation entschieden. Tauwassertropfen aus der Nacht im Hintergrund ergeben dadurch ein sehr schönes Muster aus sogenannten Lens Flares.

März 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom März 2017 wurde in den Alpen aufgenommen. Es zeigt ein Murmeltier (Marmota). Vom Betrachter aus schaut es zur rechten Bildseite. Das Murmeltier liegt auf einem steinigen Untergrund, der teilweise mit Gräsern bedeckt ist, und genießt mit halb geschlossenen Augen den Sonnenschein. Sein Körper mit dem grau-braunen Fell, dem kräftigen, flachen Schädel und den winzigen abgerundeten Ohren wirkt gedrungen. Man erkennt beide Vorderbeine mit jeweils vier Zehen und den sehr langen Krallen. Im Hintergrund des Bildes erstreckt sich eine mit Schnee bedeckte Bergkette und über ihr der blaue, teilweise wolkenverhangene Himmel. 

Kalenderblatt März 2017 - Murmeltier


Anmerkung des Fotografen:

Das Alpenmurmeltier ist das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier. Bei Wanderungen in den Alpen sieht man die Nager ab und zu auf einem Stein oder kleinen Hügel sitzen und Wache halten. Bei Gefahr stoßen sie einen hellen, lauten Pfiff aus und verschwinden in ihren Erdlöchern. An Stellen mit viel Publikumsverkehr sind die Alpenmurmeltiere manchmal weniger scheu. So gelang dieses Bild mit einem Weitwinkelobjektiv aus nächster Nähe. Durch die Verwendung des Weitwinkels kann man sehr schön die Alpenlandschaft mit in das Bild einbeziehen.

Februar 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Februar 2017 wurde in Maremma (Mittelitalien) aufgenommen. Es zeigt einen Eichelhäher (Garrulus glandarius), der auf einem teilweise mit Moos bewachsenen Ast sitzt, welcher vom Betrachter aus senkrecht bis zum linken oberen Bildrand und waagerecht über die rechte Bildhälfte ragt. Er hat seinen Kopf nach rechts gedreht. Gut zu erkennen sind sein schwarz-weiß gestricheltes Oberköpfchen mit den schwarzen Wangenstreifen, dem kurzen grau-schwarzen Schnabel und dem sichtbaren rechten Auge mit seiner bläulich-grauen Iris. Der Eichelhäher hat dem Betrachter seinen rosa-braunen Rücken mit den schwarz-braunen Flügeln und einem auffallenden weißen Flügelfleck sowie den hübschen blau und schwarz gebänderten Federchen am Flügelbug zugewandt. Sein schwarzer Schwanz wirkt wie ein halb geöffneter Fächer. Der von Grün- in Brauntöne übergehende, verwischte Hintergrund des Bildes lässt bei genauerer Betrachtung auf der rechten Bildseite den Stamm eines Baumes vermuten.

Kalenderblatt Februar 2017 - Eichelhäher


Anmerkung des Fotografen:

Der Eichelhäher ist ein Vogel aus der Familie der Rabenvögel. Obwohl er gerne an die Winterfütterung kommt, ist er doch recht scheu und dazu auch noch schlau. Das macht das Fotografieren gar nicht so einfach. Aus fotografischer Sicht gehört er sicherlich zu den interessanten Motiven, da er – vor allem aus der Nähe betrachtet – sehr bunt ist.

Januar 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Januar 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Mäusebussard (Buteo buteo), der auf einem gegabelten Aststück sitzt, welches teilweise mit Moos bedeckt ist, an dem er sich mit seinen gut sichtbaren hornfarbenen Krallen festhält. Der Körperbau des Bussards wirkt kompakt. Seinen Kopf neigt er vom Betrachter aus zur rechten Bildseite, sodass nur ein Auge mit seiner gelblichgrauen Iris erkennbar ist. Die Gefiederfärbung variiert über ein Weiß bis hin zu einem Dunkelbraun. Der hakenförmig gebogene Schnabel ist schwarz und geht in Richtung Kopf in einen gelblichen Farbton über. Zu sehen ist auch ein Teil seines kurzen, breitgefächerten Schwanzes. Der Hintergrund des Bildes ist in einem Taubenblau gehalten.

Kalenderblatt Janaur 2017 - Mäusebussard


Anmerkung des Fotografen:

Der Mäusebussard gehört zu den häufig vorkommenden Greifvögeln in Deutschland. Diese recht hohe Bestandsdichte soll aber nicht über die Schwierigkeit hinweg täuschen, diese Vögel nahe genug vor die Linse zu bekommen. Er hat wie alle Greifvögel hervorragende Augen, kaum etwas was ihm entgehen könnte. Selbst eine kleine Maus kann er aus sehr großer Höhe sehen. Für den Fotografen heißt das – gut verstecken und vor allem deutlich vor dem Vogel an der Lokation sein. In der Regel beginnen solche Ansitze im Dunkeln und enden auch erst, wenn kein Vogel mehr in Sicht ist. Der Winter ist eine gute Zeit, Bussarde zu fotografieren. Die Entfernung betrug hier etwa 12 Meter.

Dezember 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom Dezember 2016 zeigt einen Braunbären (Ursus arctos) und wurde in Lentiira (Finnland) aufgenommen. Der stämmige Bär, welcher mehr als die Hälfte des Blattes einnimmt, steht inmitten einer Blumenwiese. Er hat seinen massiven Kopf mit den aufgerichteten runden Ohren, seinen sehr kleinen braunen Augen und der langgestreckten, leicht geöffneten Schnauze vom Betrachter aus zur rechten Bildseite gewandt. Gut zu erkennen sind die kräftigen Vordergliedmaßen sowie ein Teil des Rumpfes. Sein langes, dichtes Haarkleid zeigt sich in verschiedenen Farbschattierungen. Sie reichen von einem Schwarz über ein Dunkelbraun bis hin zu Gelb-Braun-Tönen am Kopf des Bären. Der Bildhintergrund stellt sich in verwaschenen Grüntönen von Hell- bis Dunkelgrün dar.

Kalenderblatt Dezember 2016 - Braunbär


Anmerkung des Fotografen:

Vielleicht ist die Begegnung mit einem Braunbären eine der nachhaltigsten Erlebnisse für einen Tierfotografen. Dieses sehr große Männchen habe ich nachts gegen 2 Uhr in Finnland, nahe der Russischen Grenze fotografiert. Im Sommer sind die Nächte im Norden hell. Der Bär kam meinem Versteck sehr nahe. Die meisten Menschen fragen, ob man dabei nicht Angst empfunden hat. Man muss sich vorstellen, dass man mehrere Nächte in Verstecken zubringt, um genau diese Szene zu erleben und zu fotografieren. Wenn es dann soweit ist, verhindert wohl das Adrenalin im Körper die Angst. Ich war in dieser Situation sehr aufgeregt und empfand sicher Respekt und so eine Art Demut – Angst eher nicht.

November 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom November 2016 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Bienenfresser (Merops apiaster). Er sitzt vom Betrachter aus in der linken Bildhälfte auf einem gegabelten Holzstück. Man hat den Eindruck, er schaut sein Gegenüber direkt an. Der Bienenfresser ist ein auffallend bunter Vogel mit einem türkisen Brust- und Bauchbereich. Durch sein buntes Gefieder wirkt er wie ein Exot. Der Kinnbereich ist gelb mit einer schmalen schwarzen Umrandung. Auch im Augenbereich findet sich ein schwarzer Streif. Die Federn des Oberkopfes sind rostbraun. Der schwarze Schnabel ist lang und leicht gebogen. Im Hintergrund sieht man einen zweiten sich im Flug befindlichen Bienenfresser, der wahrscheinlich gerade mit der Nahrungsbeschaffung beschäftigt ist. Seine Schwingen richten sich nach unten und muten wie ein geöffneter Fächer an. Trotz der vom Fotografen beabsichtigten Unschärfe sind die vielfältigen Farben des Bienenfressers sehr gut zu erkennen. Der Hintergrund des Bildes stellt sich insgesamt in verschiedenen Grüntönen dar.

Kalenderblatt November 2016 - Bienenfresser


Anmerkung des Fotografen:

Für den Tierfotografen ist es ein Segen, dass es diese Vögel praktisch vor der Haustür gibt. Die Bienenfresser gehören sicherlich mit zu den beeindruckendsten einheimischen Vögeln. Sie brüten in einer Kolonie, d. h. dass man als Fotograf meist mehrere Individuen vor der Linse hat. Ihr Nest befindet sich in tief gegrabenen Brutröhren, meist in Steilhängen. Selbst wenn man nicht fotografiert macht das Beobachten viel Freude, denn die Bienenfresser sind wahre Flugkünstler. Akrobatisch jagen sie größeren Insekten nach. Nicht selten fliegen sie dabei senkrecht nach oben – das können die meisten Vögel gar nicht. In Sachsen-Anhalt sind Bienenfresser nicht so selten. Inzwischen lebt über die Hälfte der Deutschen Bienenfresserpopulation hier. Von Mitte Mai bis August/September kann man sie in Deutschland beobachten.

Oktober 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom Oktober 2016 wurde in Grimma (Sachsen) aufgenommen und zeigt einen Schwarzspecht (Dryocopus martius) bei der Fütterung. Vom Betrachter aus gesehen, ist die rechte Bildhälfte gänzlich durch einen Stamm der Buche ausgefüllt, wobei im linken oberen Teil des Stammes die ovale Bruthöhle zu erkennen ist, aus der gerade ein Jungspecht mit seinem weit geöffneten elfenbeinfarbenen spitzen  Schnabel herausschaut. Sein schwarzes Köpfchen mit der fleischfarbenen Kopfplatte richtet sich vom Betrachter aus nach links, sodass nur das linke Auge mit seiner schwarzen Iris erkennbar ist. Außen klammert senkrecht unterhalb des Einflugloches ein Schwarzspechtmännchen. Es ist an seinem rot gefärbten Scheitel zu erkennen, der vom Schnabel bis zum Nacken reicht. Es hat rabenschwarzes Gefieder, eine weiße Iris und einen weißlichen langen, spitzen Schnabel, der an der Spitze eine dunkle Färbung zeigt. Sein Köpfchen mit dem langen Hals ist schräg nach hinten gelehnt. Im linken Teil des Bildes sind in einem verwischten hellgrün die in Sonnenlicht getauchten Blätter der Buche zu erkennen.

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Anmerkungen des Fotografen:

Spechte sind normalerweise keine seltenen Tiere in Deutschland – bis auf den Schwarzspecht. Seinen Ruf kennt wohl jeder, der schon einmal in Deutschlands Wäldern unterwegs war, gesehen haben ihn die wenigsten Menschen. Seine Bruthöhlen sind recht groß und meist sehr hoch gelegen. Außerdem ist der Schwarzspecht ein sehr scheuer Vogel. Das macht es schwer, ihn zu fotografieren. Das Bild ist aus einem Versteck heraus aufgenommen.

September 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom September 2016 wurde in Gerbstedt (Sachsen-Anhalt) aufgenommen. Es zeigt eine Dorngrasmücke (Sylvia communis). Der kleine Vogel sitzt auf einem Baumstumpf, der sich vom linken Bildrand bis zur Bildmitte zieht. Er ist seitlich vom Betrachter aus mit Blick nach links zu erkennen. Sein Köpfchen ist blaugrau. Das sichtbare linke ockerfarbige Auge wird von einem dünnen weißlichen Augenring umrandet. Der Schnabel ist kurz und spitz. Die Oberseite des Schnabels ist grau, die Unterseite weist eine gelblich-graue Färbung auf. Die Kehle ist mit weißen Federn abgesetzt. Die Rückenfedern zeigen sich in einem matten Braunton. Die Federn der Flügel sind schwarz und von breiten rostbraunen Säumen umrahmt. Die Unterseite zur Flanke hin zeigt sich in einem hellbraunen Farbton. Der Schwanz ist relativ lang, dunkel und weiß gesäumt. Die Extremitäten sind orangebraun und besitzen vier Zehen, von denen jeweils eine Zehe nach hinten und drei nach vorn zeigen. Der Hintergrund des Bildes stellt sich in einem verwaschenen grünen, teilweise beigen Farbton mit einzelnen zu erkennenden Gräsern dar.

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Anmerkung des Fotografen:

Die Dorngrasmücke ist ein, auf den ersten Blick, unscheinbarer Vogel. Schaut man genauer hin, ist er aber doch recht hübsch. Meistens versteckt er sich im dichten Buschwerk. Die meisten Menschen werden ihn eher gehört als gesehen haben, denn er singt – wie alle Grasmücken – sehr schön und laut. Das Besondere an dem Bild aus Fotografensicht ist, dass der kleine Vogel sein Versteck verlassen hat und sich halbwegs auf freies Terrain begeben hat. So frei bekommt man diesen Vogel selten zu sehen.

August 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom August 2016 wurde im BFW Halle aufgenommen. Es zeigt drei junge Waldohreulen (Asio otus), die dicht nebeneinander auf einem relativ dicken Ast inmitten eines Lindenbaumes sitzen, welcher sich quer von der linken zur rechten Bildseite zieht.  Man hat den Eindruck, dass sie ihren Betrachter neugierig beobachten.  Die linke Jungeule  sitzt seitlich und ist teilweise von Blättern verdeckt, sodass man nur einen Flügel und das schräg hinter einem Blatt hervorschauende Köpfchen mit einem kleinen, steil aufgerichteten Federohr rechts erkennt. Die in der Mitte sitzende kleine Eule hat ihre hellbraunen Flügel, die eine rindenähnliche Marmorierung zeigen, dicht um ihren zierlichen Körper geschlungen, was wie ein Schal anmutet. Die ganz rechts sitzende Jungeule schaut mit ihren orangegelben Augen über ein Blatt hinweg. Direkt neben ihr gabeln sich zwei Äste. Der Bildhintergrund ist teilweise in einer gelblich-grünen Unschärfe gehalten. Über das gesamte Bild sind die satten grünen Blätter der Linde mit ihren gelben Blüten verteilt.

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Anmerkung des Fotografen:

Eulen, egal welcher Art, sind immer ein fotografisches Highlight. Die jungen Eulen verlassen irgendwann das schützende Nest, sind aber nur sehr eingeschränkt oder noch gar nicht flugfähig. Diese Phase ist die sogenannte Ästlingsphase. Die Eulen turnen auf den Ästen der Bäume herum und sind dadurch recht gut zu sehen und zu fotografieren. Sobald sie richtig fliegen können, fliegen sie davon und sind genauso scheu wie man es von anderen großen Vögeln gewöhnt ist. Dann wird es weitaus schwerer die Tiere vor die Kamera zu bekommen.

Juli 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juli 2016 wurde in Raná in der Tschechischen Republik aufgenommen. Es zeigt ein Europäisches Ziesel (Spermophilus citellus), welches gerade mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt ist. Das Ziesel befindet sich vom Betrachter aus auf der linken Bildseite. Deutlich zu erkennen ist der Kopf mit seiner breiten, flachen Stirn. Da das Ziesel seitlich aufgenommen wurde, ist nur sein rechtes, ausgesprochen großes Auge zu sehen, das seitlich am Schädel sitzt. Aus dem dichten, relativ grob wirkenden, kurzen, gelbgrauen Fell, mit nur undeutlich erkennbaren weißgelben Flecken, ragt das sehr kleine, weit hinten, flach am Schädel anliegende Ohr heraus. Im Bereich der kurzen, abgerundeten Nase zeigen sich lange schwarze Tasthaare. Das Ziesel umfasst mit seinen beiden Vorderpfoten, an denen jeweils drei Zehen mit sehr langen Krallen zu erkennen sind, eine wie eine vielblättrige Lupine anmutende Wiesenpflanze mit drei lila Kronen, von denen es die mittlere abgebrochen hat und in seinen Pfoten hält, um sie zu verzehren. Der Bildhintergrund ist in einem verwischten Sandton gehalten, wobei angedeutet einzelne Gräser zu erkennen sind.

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Anmerkung des Fotografen:

Ziesel sind leider in Deutschland ausgestorben. Dabei sind es recht putzige Tierchen, die wenig Scheu vor Menschen zeigen. Durch ihre geringe Größe sind sie aber gar nicht so leicht zu fotografieren. Meist verschwinden sie im Gras und der Fokus der Kamera hat Probleme das Tierchen zu erfassen. Bei diesem Bild konnte ich aus der Not eine Tugend machen. Die tiefe Kameraperspektive bezieht das trockene Gras im  Vordergrund sehr schön in die gesamte Bildkomposition ein. Es entsteht somit ein Schärfeverlauf von unscharf (Vordergrund) zu scharf (Hauptmotiv) zu unscharf (Hintergrund).

Juni 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juni 2016 wurde in Grimma (Sachsen) aufgenommen. Es zeigt einen jungen Biber (Castoridae), welcher seitlich vom Betrachter aus mit Blick nach rechts abgebildet ist, sodass nur ein Ohr und ein Auge zu erkennen ist. Der Biber nimmt einen sehr großen Teil des Bildes ein. Der Kopf ist kurz und oben abgeflacht. Sein Körper ist plump und gedrungen. Der Schwanz ist flach, breit und mit Schuppen bedeckt. Sein grau- bis dunkelbraunes Fell ist durchnässt, was vermuten lässt, dass er gerade von einem Tauchgang zurückgekehrt ist. In seinen relativ kleinen Vorderfüßen, welche fünf Finger aufweisen, von denen nur drei erkennbar sind, hält er Blattgrün zum Verzehr. Am unteren Bildrand ist Wasser zu erkennen, in dem sich  Äste und Blätter spiegeln, die den Biber teilweise in einer Unschärfe umrahmen.

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Anmerkung des Fotografen:

Biber sind eigentlich dämmerungs- oder sogar nachtaktive Tiere. Im Dunkeln wird es sehr schwer mit dem Fotografieren. Kunstlicht wäre eine Möglichkeit, dieses zerstört jedoch ein bisschen die Stimmung vor Ort. Die Biberfamilie hier kam jeden Tag deutlich vor Sonnenuntergang aus ihrer Burg geschwommen und bewegte sich zu den Fressplätzen. Ein Glücksfall für einen Fotografen. Bei diesem Bild lag ich mit einem wasserdichten Anzug halb im Wasser, wodurch die extrem tiefe Perspektive zustande kam.

Mai 2016

Das Motiv des Kalenderblattes vom Mai 2016 wurde in Günthersdorf (Sachsen-Anhalt) aufgenommen. Es zeigt eine Beutelmeise (Remiz pendulinus), welche mit ihrem kunstvollen Nestbau beschäftigt ist. Das Nest ist an einer Pappel befestigt und ragt zwischen einzelnen dunkelgrünen Blättern hervor. Es ist wie ein nach unten hängender Beutel geformt, der oben eine kurze Eingangsröhre besitzt. Als Baumaterial hat die Beutelmeise flaumige, verflochtene und geklebte Weiden- und Pappelsamen verwendet, die einen dichten weißlichen Filz darstellen, welcher mit pflanzlichen Fasern und Haaren sowie Spinnweben zusätzlich stabilisiert ist. Die kleine Beutelmeise ist gerade mit Futter für ihre Jungen im Anflug, das sie in ihrem kleinen, spitzen Schnabel mit sich trägt.  Ihre rundlichen Flügel muten wie ein aufgeklappter Fächer an. Der Oberkopf ist graubraun, die Gesichtsmaske mattschwarz mit kleinen braunen Federchen durchsetzt.  Zum Rücken hin, gehen die Federn in ein helleres kastanienbraun über. Der Hintergrund des Bildes ist in einem grünlichen, teilweise hellbraun verwischten Farbton gehalten.

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Anmerkung des Fotografen:

Die Beutelmeise saust mit einer sehr hohen Geschwindigkeit an und ins Nest. Für dieses Foto habe ich ungefähr 2500 Auslösungen gebraucht. Einmal waren die Flügel nicht so schön auseinander gespreizt, dann wieder war sie schon zu nahe am Nest usw. Viele, viele Bilder musste ich löschen. Am Ende kamen vielleicht 5 gute Aufnahmen heraus.

April 2016

Das Kalenderblatt für den April zeigt die Großaufnahme eines Sperlingskauzes, aufgenommen in Neustadt (Sachsen). Dieser sitzt auf einem Ast in der linken Bildhälfte. Im Rest des Bildes sind die einzelnen Verzweigungen der  Äste zu erkennen, wobei die Blätter des Baumes den Bildhintergrund in eine strahlende, grüne Fläche verwandeln.

Sperlingskäuze sind kleine Eulen, die nur etwa 15 bis 20 Zentimeter groß werden. Zu erkennen sind sie, wie der Kauz dieses Kalenderblattes, an dem typisch dunkelbraunen Gefieder, das mit weißen Punkten auf dem Kopf und Rücken sowie großen, weißen Längsstreifen auf der Brust durchzogen ist. Den Blick direkt in die Kamera gerichtet und den Brustkorb seitlich zum Betrachter gewandt, stechen die leuchtend gelben Knopfaugen unter dem braun-weißen Gefieder hervor. Wie zwei Augenbrauen sind die Federn über den Augen in einem schmalen Streifen weiß gefärbt und lassen den sonst ruhig sitzenden Sperlingskauz etwas grimmig wirken. Darunter verläuft ein spitzer, nach unten angelegter Schnabel, der im Vergleich zu dem großen halbrunden Kopf des Kauzes sehr klein wirkt. Der bewegliche Hals verschwindet unter dem buschigen Gefieder und lässt den Kopf wie eine Halbkugel direkt auf dem kräftigen Brustkorb sitzen. Typisch für Sperlingskäuze sind ihre langen Schwänze, die fast so groß sind wie die Flügel. Die Perspektive dieses Bildes bildet den Kauz von vorne ab, so dass wir von dem Schwanz die Innenseite sehen können, die ebenfalls mit einzelnen weißen Federn bedeckt ist.

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Anmerkung des Fotografen:

 Unser kleinster Kauz ist sehr schwer im Wald zu finden und auch recht selten. Erst wenn er ruft verrät er seine Position und man hat eine Chance ihn zu sehen. Danach ist das Fotografieren nicht mehr sooo schierig. Die kleine Eule zeigt keine große Scheu vor dem Menschen. Für den Fotografen ein ganz tolles Erlebnis!

März 2016

Das Motiv des Kalenderblattes März wurde wie der Januar in Ávila, Spanien aufgenommen. Es zeigt in der Mitte einen Kaiseradler im Flug. Mit weit ausgebreiteten Flügeln segelt er im Wind, den Blick zum linken Bildrand gerichtet. Vom Hals abwärts bis zur Schwanzspitze trägt das Gefieder einen glänzenden, blauschwarzen Schimmer, das von hellen Streifen zwischen den einzelnen Federn und hellbraunen Zwischentönen am Rücken und Hals unterbrochen wird. Die Ansätze der Flügel und des Schwanzes sind von weißen Flecken bedeckt, die den Eindruck vermitteln, als würde Schnee auf dem Adler liegen. Der Hals selber ist leicht nach unten gebeugt, so dass der Greifvogel mit seinen runden Augen alles vor und unter ihm einfangen kann. Der ovale Kopf mündet in einem kräftigen, gelb-grauen Hakenschnabel.
 
Hinter dem Adler fliegt ein schwarzer Raabe. Er hat etwa ein Drittel der Körpergröße des Adlers und wirkt dennoch so, als wolle er Letzteren von oben angreifen. Die Flügel ausgebreitet, die Beine vorgestreckt und die Füße waagerecht aufgestellt, reißt er seinen spitzen Schnabel weit auf und fliegt auf den Adler zu. In seiner Flughaltung stellt der kleine Raabe einen Kontrast zum ruhigen und elegant wirkenden Adler dar, der von dem Geschehen hinter sich scheinbar nichts bemerkt und weiter konzentriert nach vorne fliegt.

Der Rest des Bildes lässt durch die einheitliche grün und braune Fläche nicht erahnen, was sich hinter den Vögeln verbirgt und deutet lediglich darauf hin, dass es in einer ländlichen Gegend aufgenommen wurde.

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Anmerkung des Fotografen:

Der Spanische Kaiseradler ist eine endemische Vogelart, d.h. er kommt nur in einer Region vor - in dem Fall in Spanien. Besonderes Merkmal dieser Adlerart sind die weißen Flecken an der Flügelvorderseite. Daran kann man ihn sehr gut von anderen Adlern unterscheiden. Er ist wie alle Greifvögel sehr scheu. Für den Fotografen bedeutet das, dass er möglichst vor Sonnaufgang im Versteck sein muss und es erst verlassen darf, wenn die Sonne untergeht. Ein langer Ansitz, der sich aber gelohnt hat.

Februar 2016

Der Februar zeigt einen Vielfraß, aufgenommen in Lentiira (Finnland). Das Bild wirkt als sei es an einem regnerischen aber dennoch sonnigen Frühlingstag entstanden. Der Vielfraß ist von der Seite abgebildet, den Blick zum linken Bildrand gerichtet. Er rennt über eine grüne Wiese, die vom Regenfall durchnässt ist. Mit seinen großen Tatzen spritzt er dabei das Wasser des feuchten Untergrundes umher. Durch die Bewegung des Vielfraßes erhält das Bild seine Dynamik, wobei die einzelnen Elemente dennoch scharf abgebildet sind. So sind im Vordergrund die einzelnen, von Regentropfen bedeckten, Grashalme erkennbar. Im Hintergrund bildet sich eine einheitliche grüne Wiesenlandschaft.

Der Vielfraß ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder. Vielfraße sind allerdings wesentlich größer und kräftiger. Sie können bis zu einem Meter lang werden und wiegen zwischen 20 bis 30 kg. Die massiven Gliedmaßen, der stampfende, vierbeinige Gang und das lange, dichte Fell lassen den Vielfraß eher wie einen kleinen Bären aussehen - mit großen, beharrten Tatzen, die zwischen den Grashalmen hervorblitzen und stämmigen Beinen, die fast zu breit wirken für den Rumpf des Vielfraßes. Der Kopf erscheint wie eine Mischung aus einem Marder und einem Bären. Die dunklen Knopfaugen, die kleinen, runden Ohren und die große Schnauze mit den kräftigen Zähnen sehen denen eines Bären sehr ähnlich, nur verläuft der Kopf weniger rund, sondern spitzt sich, wie bei einem Marder, zur Schnauze hin etwas zu. Das Fell des Vielfraßes ist vom Regen durchnässt.  Es hat eine dunkelbraune Färbung und die für Vielfraße charakteristisch hellbraunen Zwischentöne, die sich vom Kopf über die Seite des Rumpfes bis zur Schwanzwurzel ziehen.

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Anmerkung des Fotografen:

Der Vielfraß gehört zu den Europäischen Big 5. Er ist vor allem in Skandinavien, Sibirien, Alaska und Kanada anzutreffen. Für den Tierfotografen ist der Vielfraß eine ganz besondere Herausforderung. Er ist extrem heimlich. Es wird also kaum passieren, dass ein Wanderer einem Vielfraß begegnet. Stundenlanges Warten im Versteck ist notwendig, um diese faszinierenden Tiere vor die Kamera zu bekommen. Dieses Bild wurde mitten in der Nacht gemacht. Möglich wird das durch die Mittsommernacht in Skandinavien – es wird um den 23. Juni herum praktisch nicht dunkel. Das Bild entstand in einer Sumpflandschaft, wo Bären und Vielfraße zu Hause sind.