Februar 2016

Der Februar zeigt einen Vielfraß, aufgenommen in Lentiira (Finnland). Das Bild wirkt als sei es an einem regnerischen aber dennoch sonnigen Frühlingstag entstanden. Der Vielfraß ist von der Seite abgebildet, den Blick zum linken Bildrand gerichtet. Er rennt über eine grüne Wiese, die vom Regenfall durchnässt ist. Mit seinen großen Tatzen spritzt er dabei das Wasser des feuchten Untergrundes umher. Durch die Bewegung des Vielfraßes erhält das Bild seine Dynamik, wobei die einzelnen Elemente dennoch scharf abgebildet sind. So sind im Vordergrund die einzelnen, von Regentropfen bedeckten, Grashalme erkennbar. Im Hintergrund bildet sich eine einheitliche grüne Wiesenlandschaft.

Der Vielfraß ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder. Vielfraße sind allerdings wesentlich größer und kräftiger. Sie können bis zu einem Meter lang werden und wiegen zwischen 20 bis 30 kg. Die massiven Gliedmaßen, der stampfende, vierbeinige Gang und das lange, dichte Fell lassen den Vielfraß eher wie einen kleinen Bären aussehen - mit großen, beharrten Tatzen, die zwischen den Grashalmen hervorblitzen und stämmigen Beinen, die fast zu breit wirken für den Rumpf des Vielfraßes. Der Kopf erscheint wie eine Mischung aus einem Marder und einem Bären. Die dunklen Knopfaugen, die kleinen, runden Ohren und die große Schnauze mit den kräftigen Zähnen sehen denen eines Bären sehr ähnlich, nur verläuft der Kopf weniger rund, sondern spitzt sich, wie bei einem Marder, zur Schnauze hin etwas zu. Das Fell des Vielfraßes ist vom Regen durchnässt.  Es hat eine dunkelbraune Färbung und die für Vielfraße charakteristisch hellbraunen Zwischentöne, die sich vom Kopf über die Seite des Rumpfes bis zur Schwanzwurzel ziehen.

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Anmerkung des Fotografen:

Der Vielfraß gehört zu den Europäischen Big 5. Er ist vor allem in Skandinavien, Sibirien, Alaska und Kanada anzutreffen. Für den Tierfotografen ist der Vielfraß eine ganz besondere Herausforderung. Er ist extrem heimlich. Es wird also kaum passieren, dass ein Wanderer einem Vielfraß begegnet. Stundenlanges Warten im Versteck ist notwendig, um diese faszinierenden Tiere vor die Kamera zu bekommen. Dieses Bild wurde mitten in der Nacht gemacht. Möglich wird das durch die Mittsommernacht in Skandinavien – es wird um den 23. Juni herum praktisch nicht dunkel. Das Bild entstand in einer Sumpflandschaft, wo Bären und Vielfraße zu Hause sind.