August 2018

Das Kalenderblatt vom August 2018 zeigt einen Eisvogel (Alcedo atthis). Er sitzt auf einem senkrecht bis zur Bildmitte ragenden Ast. Vom Betrachter aus schaut der kleine Vogel zur rechten Bildseite. Er senkt seinen im Vergleich zum Körper relativ großen Kopf mit den türkisfarbenen Federn und dem schwarzen langen, spitzen Schnabel nach unten. Wahrscheinlich hat er Beute im Visier, auf die er sich gleich stürzen will. Die Ohrdecken des  Eisvogels zeigen sich in einem Rostrot, die in scharf angrenzende weiße Halsseitenflecken und einen türkisen Bartstreif übergehen. Sein Körper ist klein und gedrungen. Die Flügeldecken und die sehr kurzen Schwanzfedern leuchten in einem Türkisblau. Die Federn am Bauch bis hin zur unteren Schwanzspitze sind rostrot. Aufgrund seines tropisch leuchtenden Gefieders wird der Eisvogel auch „fliegender Edelstein“ genannt. Der Hintergrund des Bildes gestaltet sich in einem zarten Lindgrün.

Kalenderblatt August 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Es ist immer wieder eine Freude diese kleinen fliegenden Edelsteine vor die Linse zu bekommen. Wenn man ihren Ansitzast einmal aufgespürt hat sind die Chancen auf gute Bilder recht hoch. Natürlich bedarf es auch hier einer guten Tarnung, denn scheu sind sie schon die bunten Vögelchen.

Juli 2018

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juli 2018 zeigt einen Wespenbussard (Pernis apivorus), welcher mit seinen nicht befiederten gelben Füßen und den langen schwarzen  Krallen auf einem leicht diagonal von der rechten zur linken Bildhälfte ragenden  Ast sitzt. Der Bussard schaut vom Betrachter aus zur linken Bildseite, sodass nur ein Auge mit der leuchtend gelben Iris zu erkennen ist.  In seinem schwarzen, leicht gekrümmten, relativ langen, schmalen Schnabel  hält er ein wabenförmiges Wespennest. Der Oberkopf des Bussards ist blau-grau gefärbt.  Das übrige Federkleid zeigt sich auf weißem Grund braun bis beigebraun quergebändert. Der Wespenbussard nimmt in seiner Größe fast das gesamte Kalenderblatt ein. Im Vordergrund des Bildes ragen einige Gräser empor. Der Hintergrund gestaltet sich in verschiedenen verwischten hellen Grüntönen.

Kalenderblatt Juli 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Ein Zufallstreffer und für den Fotografen so selten wie ein 5er im Lotto. Der seltene Wespenbussard ganz nahe vor der Kamera und dann auch noch mit einer Wespenwabe im Schnabel. Viel besser kann man es nicht treffen. Ein Bild mit dem ich bei diesem Ansitz gar nicht gerechnet hätte- Eigentlich hatte ich Wiedehopffotos im Sinn.

Juni 2018

Das Kalenderblatt vom Juni 2018 zeigt einen Grünspecht (Picus viridis), der sich mit seinen bleigrauen Füßen und den gebogenen, spitzen Krallen an einem senkrecht durch die Bildmitte ragenden Dornenast festkrallt. Dabei schaut er fast ein bisschen ängstlich. An seinem Oberköpfchen sind rote, zerzauste Federchen, die von grauen Flecken durchsetzt sind, zu erkennen. Vom Betrachter aus schaut der junge Specht zur rechten Bildseite, sodass dadurch nur eines der bläulich-weißen Augen zu sehen ist, um welches sich eine kleine schwarze Gesichtsmaske zieht. Der Schnabel wirkt relativ lang und spitz. Die Federn im Brustbereich sind cremefarben, die Rückenpartie gelblich grün. Die Schwanzfedern lassen auf gräulichem Grund eine schwarze  Bänderung erkennen. Der Hintergrund des Bildes ist in warmen Grüntönen gehalten.

Kalenderblatt Juni 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Es ist gar nicht leicht den Grünspecht an so eine Sitzwarte so nahe vor die Kamera zu locken. Hier hat es wunderbar funktioniert. Der Vogel saß vielleicht 10 Sekunden dort – Zeit genug eine ganze Bilderserie zu schießen. Besonders stolz bin ich auf dieses Bild, weil es in einem der größten Europäischen Fotowettbewerbe, den Glanzlichtern, einen Preis bekommen hat.

Mai 2018

Das Motiv des Kalenderblattes vom Mai 2018 zeigt einen Bienenfresser (Merops apiaster). Der durch seine Farbenpracht exotisch anmutende Vogel sitzt auf einem vom Betrachter aus diagonal von der rechten unteren bis fast zur Mitte der linken Bildhälfte verlaufenden Ast, an welchem viele gelb-braune Körner haften. Brust- und Bauchbereich des Bienenfressers sind türkisfarben. Der Kinnbereich ist gelb mit einer schmalen schwarzen Umrandung. Auch im Augenbereich findet sich ein schwarzer Streif. Die Federn am Oberkopf zeigen sich rostbraun. Er hat seinen spitzen, schwarzen Schnabel weit geöffnet, um eine Biene, die scheinbar direkt auf ihn zufliegt, zu fangen. Der Hintergrund des Bildes ist in einem Moosgrün gehalten.

Kalenderblatt Mai 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Bienenfresser gibt es in Mitteldeutschland inzwischen relativ häufig. Insofern ist es nicht allzu schwer ihn zu fotografieren. Die besondere Herausforderung ist es, im richtigen Moment auszulösen – nämlich dann, wenn der Bienenfresser irgendeine möglichst spektakuläre Situation erzeugt. In dem Bild hier sind gleich zwei Dinge besonders: Er wirft das Insekt nach oben in die Luft, um es im Schnabel zu drehen und es ist nicht irgendein Insekt, es ist eine Hornisse! In vielen Jahren Bienenfresserfotografie und buchstäblich tausenden Bildern, habe ich das zum ersten Mal gesehen.

April 2018

Das Motiv des Kalenderblattes vom April 2018 zeigt zwei Blauracken bei der Paarung (Coracias garrulus). Das Vogelweibchen sitzt auf einem Ast, der sich quer durch den unteren Teil des Bildes zieht. In ihrem schwarzen gehakten Schnabel trägt sie ein Insekt. Auf ihrem Rücken mit den zimtfarbenen Federn sitzt das Vogelmännchen mit senkrecht nach oben gefächerten Flügeln, die sich in einer wunderschönen Farbenvielfalt aus türkis, violett und teilweise purpurn schimmernden Arm- und Handschwingen, von denen  jede einzelne Feder deutlich zu erkennen  ist, zeigen. Der Hintergrund des Bildes gestaltet sich in einem ockerfarbenen Ton.

Kalenderblatt April 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Die Blauracke ist in Deutschland leider nicht mehr anzutreffen. Um sie zu fotografieren fährt man am besten in den Süden Europas. Dieses Paar wurde in Serbien aufgenommen. Das Versteck befand sich in etwa 5 m Höhe in unmittelbarer Nähe des Nistplatzes. Hier sind die schwierigen Lichtbedingungen die eigentliche Herausforderung für den Fotografen, denn viel Licht ist nicht immer gut. Das Foto entstand in den Morgenstunden – zwei Stunden später ist das Licht so hart, dass man als Fotograf getrost ein Mittagschläfchen machen kann.

März 2018

Das Kalenderblatt vom März 2018 zeigt einen Turmfalken (Falco tinnunculus), der gerade mit seiner Gefiederpflege beschäftigt ist. Das Turmfalkenweibchen, das man gut an seinen einheitlich rotbraunen und dunkel quergebänderten Federn sowie dem dunkelbraun gestrichelten Kopf erkennt, zieht im Moment der Aufnahme seinen vom Betrachter aus gesehenen linken Flügel zu sich heran und ordnet mit seinem gebogenen Schnabel die Federn. Der lange Schwanz zeigt ebenfalls Querstreifen mit einer dunklen Endbinde. Der Turmfalke sitzt auf einem diagonal durch das Kalenderblatt verlaufenden Ast, welcher teilweise von der Sonne durchflutet wird. Der Hintergrund des Bildes ist in einem warmen Grünton gehalten.

Kalenderblatt März 2018

Anmerkungen des Fotografen:

Der Turmfalke ist einer unserer kleinsten Falken. Meist sieht man ihn im sogenannten Rüttelflug über dem Boden schwebend. Um ihn so entspannt bei der Gefiederpflege aus der Nähe zu fotografieren bedarf es einer sehr guten Tarnung und i.d.R. langer Ansitzzeiten.

Februar 2018

Das Motiv des Kalenderblattes vom Februar 2018 zeigt eine Wasseramsel (Cinclus cinclus), welche mitten in einem fließenden Gewässer auf einem Felsgestein sitzt. Ihr Blick richtet sich vom Betrachter aus zur linken Bildhälfte. Der kugelige Vogel mit seinen kurzen Schwanzfedern hat einen mittelbraunen Kopf und Nacken. Die Oberseite ist gräulich, die Federsäume zeigen eine dunkelbraune Färbung und erinnern so an kleine Fischschuppen. Das Gefieder von Kehle, Hals und Brust ist weiß. Der Bauch hingegen grau-braun. Der spitze Schnabel sowie die kräftigen Beine und Zehen sind leicht schwarz getönt. Die Iris ist dunkelbraun. Der Hintergrund des Bildes stellt sich in verwischten taubenblauen bis hin zu unterschiedlichsten Brauntönen dar.

Kalenderblatt Februar 2018 - Wasseramsel

Anmerkungen des Fotografen:

Die Wasseramsel ist schon ein ganz besonderer Vogel. Obwohl sie eigentlich ein Singvogel ist springt sie mutig ins tosende Wasser, um am Boden nach Insekten zu suchen. Danach verharrt sie meistens kurz auf einem Stein – die Gelegenheit für den Fotografen. Auf welchem der meist vielen Steinen sie aber zur Ruhe kommt weiß man vorher nicht. Es gehört also immer etwas Glück und viel Ausdauer dazu, den Vogel möglichst nahe vor die Linse zu bekommen. Zu sehen ist die Wasseramsel in Gebirgsflüssen in ganz Europa.

Januar 2018

Der Kalender für das Jahr 2018 ist im Hochformat gestaltet. Der Monat Januar zeigt einen Seeadler (Haliaeetus albicilla), einen der größten Greifvögel in Mitteleuropa. Der majestätisch anmutende Vogel streckt seine riesigen Schwingen, die sich in verschiedenen Facetten, von hellen bis dunklen Brauntönen bis hin zu einem Weiß zeigen, senkrecht nach oben. Seitlich und am Ende der Flügel befinden sich lange dunkelbraune, gespreizte Federn, die wie Finger wirken. Der Körper des Seeadlers ist kräftig, so auch sein gelber hakenförmiger Schnabel. Seine stechenden Augen haben eine gelbe Iris. Er steht mit seinen kräftigen, gefiederten Beinen in einem fließenden Gewässer. Man hat den Eindruck, dass er gerade zum Flug abheben möchte. Der verwischte Hintergrund des Bildes lässt bei genauerer Betrachtung eine Graslandschaft und einen Teil des Himmels erkennen.

 Kalenderblatt Januar 2018 - Seeadler

Anmerkungen des Fotografen:

Einen Seeadler aus der Nähe zu fotografieren gehört zu den anspruchsvolleren Projekten in der Wildlife-Tierfotografie. Die imposanten Tiere nehmen die kleinsten Bewegungen schon aus großer Distanz wahr. Am besten lockt man sie mit etwas Futter an, um sie direkt vor das Versteck zu bringen. Am Anfang sind die Seeadler sehr ängstlich und wachsam. Oft beobachten sie das ausgelegte Futter über Stunden aus sicherer Entfernung. Wenn sie dann Mut gefasst haben, fliegen sie die Futterstelle an. Legt man als Fotograf jetzt sofort los, würde das Auslösegeräusch der Kamera die Vögel ganz schnell verscheuchen. Erst wenn sie angefangen haben zu fressen fühlen sich die Vögel so sicher, dass das Kamerageräusch keine Störung mehr darstellt. Das Bild zeigt einen recht alten, sehr großen Seeadler. Der Kamerastandpunkt ist tief gewählt – praktisch auf Augenhöhe. Die Entfernung betrug etwa 30m.

Dezember 2017

Das Bild des Kalenderblattes vom Dezember 2017 entstand in Sachsen-Anhalt. Es zeigt eine Bartmeise (Panurus biarmicus), welche vom Betrachter aus die linke Bildhälfte ausfüllt. Der kleine, exotisch anmutende Vogel sitzt mit ausgebreiteten Flügeln und breit gefächertem Schwanz auf einem Strohbüschel. Die Färbung der kurzen, an der Spitze abgerundeten Flügel reicht über ein Rotbraun bis hin zu einem Schwarz-Weiß. Der Kopf und der Nacken sind blaugrau. Von den gelb-braunen Augen abwärts zieht sich ein breiter schwarzer Bartstreifen. Die Kehle ist weiß. Auffallend ist auch der kleine spitz zulaufende, strohgelbe Schnabel. Der Hintergrund des Bildes zeigt sich in warmen Sandtönen.

Kalenderblatt Dezember 2017 - Bartmeise

Anmerkung des Fotografen:

Bartmeisen ziehen im Winter in Schwärmen durch Schilfgebiete. Hat man einmal einen Schwarm gefunden, beginnt für den Fotografen ein Geduldsspiel. Die kleinen Vögel sind ständig in Bewegung und sitzen ganz selten frei. Meist werden sie durch Schilfhalme im Vordergrund verdeckt. Ein Fotoshooting mit irre hoher Ausschussquote. Ein Bild wie dieses entschädigt dann für die Mühen.

November 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom November 2017 wurde in den Alpen aufgenommen. Es zeigt einen Alpensteinbock (Capra ibex). Er liegt vom Betrachter aus mittig mit nach links schweifendem Blick gemütlich auf einer Blumenwiese, sodass seine kräftige Gestalt nur bis zum Oberkörper erkennbar ist. Das imposante Gehörn ist säbelartig nach hinten gebogen und besitzt im oberen Bereich kräftige Wülste. Sein dichtes Fell wirkt goldbraun mit leichten weißen Einschlüssen. Kennzeichnend für ihn ist auch der kleine Ziegenbart. Der gesamte Hintergrund des Bildes stellt in einer Unschärfe die teilweise von Schnee bedeckten Alpen dar.

Kalenderblatt November 2017 - Alpensteinbock

Anmerkung des Fotografen:

Ehemals fast ausgestorben hat sich die Alpensteinbockpopulation in den letzten Jahrzehnten gut erholt. Heute kann man die imposanten Tiere an verschiedenen Stellen in den Alpen sehen. Dabei sind sie oft gar nicht so scheu und lassen sich gut fotografieren. Der Bock auf dem Bild war der größte den ich bislang vor der Linse hatte.

Oktober 2017

Auf dem Kalenderblatt vom Oktober 2017, welches in Sachsen-Anhalt aufgenommen wurde, ist ein Grünspecht (Picus viridis) zu sehen. Der kleine Specht mit noch zerzaustem Federkleid sitzt vom Betrachter aus auf einem gegabelten, knorrigen Ast der linken Bildhälfte. Er schaut verwundert auf eines seiner ausgefallenen Federchen, das sich in der Astgabel verfangen hat. An seinem Oberköpfchen erkennt man kleine rote Federn, die noch von grauen Flecken durchsetzt sind. Um die Augen herum zeigt sich eine kleine schwarze Gesichtsmaske. Der  Schnabel wirkt relativ lang und spitz. Die Federn im Brustbereich sind cremefarben, die Rückenpartie gelblich grün. Die Schwanzfedern lassen auf gräulichem Grund eine schwarze  Bänderung erkennen. Der Hintergrund des Bildes ist in warmen Grüntönen gehalten.

Kalenderblatt Oktober 2017 - Grünspecht

Anmerkung des Fotografen:

Mein Versteck bei den Bienenfressern entpuppte sich als wahre Goldgrube. Jetzt kam auch noch ein Grünspecht auf den Ansitzast geflogen. Das junge Tier schaut sich verdutzt eine ausgerissene Feder an, die er danach in den Schnabel nahm und nach unten warf. Eine tolle Szene, deren Anfang hier im Bild festgehalten wurde.

September 2017

Auf dem Kalenderblatt vom September 2017 ist ein Schwalbenschwanz (Papilio machaon) überdimensional groß mit voll entfalteten Flügeln abgebildet. Er gehört zu den schönsten und farbenprächtigsten Schmetterlingen in Europa. Aufgenommen wurde dieses ganz besondere Motiv in den Spanischen Pyrenäen. Der Schwalbenschwanz ist cremegelb und schwarz gemustert. Entlang der hinteren Flügel zieht sich eine blaue Binde, die sich aus dutzenden kleinen Pünktchen zusammensetzt. Mittig davon befindet sich ein sogenannter roter Augenfleck. An den Hinterflügeln stehen kurze, schwarze „Schwänzchen“ ab und erinnern somit an den Schwanz einer Rauchschwalbe. Seine schwarzen Fühler sind lang und fein mit kleinen Kolben an den Enden. Der Hintergrund des Bildes gestaltet sich in unterschiedlichen Khakitönen. Verwischt zu erkennen sind Pflanzen, die  rechts und links am Blattrand entlangranken.

September 2017 - Schwalbenschwanz

Anmerkung des Fotografen:

Der Schwalbenschwanz gehört zu den schönsten und auffälligsten und recht großen Schmetterlingen in Europa. Er mag es warm und trocken. Das Bild ist in Spanien entstanden. Es gibt ihn auch in Deutschland. Leider hat es hier bei uns noch nicht mit einem Foto geklappt.

August 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom August 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Neuntöter (Lanius collurio), welcher in der linken Bildhälfte auf der Spitze eines nach oben ragenden Astes sitzt. Sein Blick richtet sich vom Betrachter aus nach rechts, sodass er seitlich zu erkennen ist. Die Federn vom Oberkopf bis hin zum Nacken zeigen sich in einem hellen Blaugrau. Um seine dunklen Augen herum zieht sich eine schmale, schwarze Gesichtsmaske. Der kräftige, schwarze Schnabel hat einen ausgeprägten Haken. Die Deckfedern der Flügel sind rötlichbraun und gehen in Richtung Arm- und Handschwingen in einen dunkelbraunen Ton über. Der Schwanz ist schwarz-weiß. Die feinen Federn des Rumpfes sind cremefarben. Der gesamte Bildhintergrund stellt sich in einem harmonischen Laubgrün dar.

Kalenderblatt August 2017 - Neuntöter

Anmerkung des Fotografen:

Der Neuntöter – sein Name klingt spektakulär. Der kleine Vogel hat es auch faustdick hinter den Ohren. Er sieht aus wie ein Singvogel – er ist auch einer – fängt aber kleine Tiere bis hin zu kleinen Mäusen. Seine Beute spiest er auf Dornen oder dergleichen auf, um sie zu deponieren und später zu fressen. Neuntöter teilen sich ihr Revier mit dem Pirol, dem Wendehals und auch dem Bienenfresser. Aus dem Versteck heraus kann man ihn gut fotografieren..

Juli 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juli 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Pirol (Oriolus oriolus), welcher vom Betrachter aus auf der rechten Bildseite auf einem dünnen Ast, der von rechts unten bis zur Bildmitte ragt, sitzt. Neben ihm sind deutlich die Blätter eines Laubbaumes zu erkennen, die sich in einem frischen, kräftigen Grün zeigen. Der Pirol schaut mit seinem roten, spitz zulaufenden, weit geöffneten Schnabel zur linken Bildseite. Die Federn des Köpfchens zeigen sich in einem olivgelbgrünlichen Ton. Kehle-, Brust- und Bauchbereich sind weißgrau mit einer schwarzgrauen Strichelung gefärbt. Die Unterschwanzdecke sowie die Schwanzspitze zeigen sich in einem Gelbton. An der Farbe des Gefieders ist gut auszumachen, dass es sich um ein Pirol-Weibchen handelt. Die linke Bildhälfte gestaltet sich in verwischten Grün- und Weißtönen, die an aufsteigende Seifenblasen erinnern.

Kalenderblatt Juli 2017 - Pirol

Anmerkung des Fotografen:

Der Pirol gehört zu den sehr schwer zu fotografierenden Motiven. Er macht sich zwar durch ganz typische Rufe bemerkbar, ist aber sehr scheu und brütet meist sehr hoch in großen Bäumen. Ganz selten begibt er sich einmal auf die Augenhöhe des Fotografen. Das Weibchen auf dem Bild saß genau vor meinem Versteck bei den Bienenfressern.

Juni 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juni 2017 wurde im BFW Halle (Saale) aufgenommen.

Es zeigt eine Waldohreule (Asio otus), die auf einem Ast inmitten eines Lindenbaumes sitzt, welcher sich quer von der linken zur rechten Bildseite zieht. Man hat den Eindruck, dass sie ihren Betrachter direkt mit ihren orangegelben Augen neugierig anschaut. Ihr Gefieder zeigt sich in einer rindenähnlichen Marmorierung, welche zum Bauch hin in ein Rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und einer feinen Querbänderung ausläuft. Gut zu erkennen sind die großen, steil aufgerichteten Federohren. Der Bildhintergrund ist teilweise in einer gelblich-grünen Unschärfe gehalten. Über das gesamte Bild sind die satten grünen Blätter der Linde verteilt.

Kalenderblatt Juni 2017 - Waldohreule

Anmerkung des Fotografen:

Eulen gehören zu den typischen Kulturfolgern. Das bedeutet, dass sie sich urbane Strukturen zunutze machen – z. B. um zu brüten. So auch diese Waldohreule, die praktisch vor meinem Bürofenster posierte. Wahrscheinlich wusste sie genau, dass sie dann fotografiert wird und in den Kalender kommt. Für mich als Tierfotografen sozusagen eine leichte Beute.

Mai 2017

Das Kalenderblatt vom Mai 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Bienenfresser (Merops apiaster) und einen Wendehals (Jynx torquilla).

Vom Betrachter aus gabelt sich ein Ast von der rechten unteren bis zur linken oberen Bildseite. Auf der linken Spitze des Astes sitzt ein  Bienenfresser mit weit ausgebreiteten Schwingen. Der auffallend bunte Vogel mit seinem türkisen Brust- und Bauchbereich mutet wie ein Exot an. Sein Kinnbereich ist gelb mit einer schmalen schwarzen Umrandung. Auch im Augenbereich findet sich ein schwarzer Streif. Die Federn des Oberkopfes sind rostbraun. Der schwarze Schnabel ist lang und leicht gebogen. Auf der rechten Astgabel sitzt ein Wendehals, er richtet seinen Blick nach links zum Bienenfresser. Der kleine Vogel hat rindenfarbenes, graubraunes Gefieder, einen kurzen grauen, spitzen Schnabel und einen graubraunen Schwanz mit drei dunkelbraunen Querbinden. Der Hintergrund des Bildes stellt sich in einer Unschärfe dar, die über dunkelgrüne bis hin zu helleren Grüntönen übergeht.

Kalenderblatt Mai 2017 - Bienenfresser und Wendehals

Anmerkung des Fotografen:

Beide Vögel – Bienenfresser und Wendehals – gehören sicher nicht zu den ganz alltäglichen Vögeln in Deutschland. Sie beide gleichzeitig auf einem Ast zu fotografieren ist ein besonderes Highlight. Ich hatte im Frühjahr diesen Ast eigentlich für die Bienenfresser aufgestellt. Ich ahnte nicht, dass in der Bienenfresserkolonie ebenfalls ein Wendehals brütet. So ergab es sich, dass sie öfter gemeinsam diesen Ast als Sitzwarte benutzten.

April 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom April 2017 wurde in der Maremma aufgenommen. Es zeigt einen Wiedehopf (Upupa epops). Er sitzt vom Betrachter aus auf einem von links bis über die Bildmitte nach rechts ragenden Aststumpf. Dabei wendet der Wiedehopf seinen Blick nach rechts.  Gut zu erkennen ist einer seiner schwarz-weiß gebänderten Flügel. Die Federn von Kopf, Hals, Brust und Bauch zeigen sich in einem rosabraunen Ton. Sein fächerartiger Kopfschmuck endet in schwarzen Spitzen. Der Schnabel ist dünn, wirkt relativ lang und ist leicht nach unten gebogen.  Die Unschärfe des Hintergrundes zeigt sich in verschiedenen Grün- und Gelbtönen und mutet wie aufsteigende Seifenblasen an.

Kalenderblatt April 2017 - Wiederhopf


Anmerkung des Fotografen:
Den Wiedehopf gibt es in weiten Teilen Europas – auch in Deutschland. Je weiter man sich aber nach Norden bewegt, desto geringer sind die Vorkommen. Was liegt also näher, als gen Süden zu fahren, quasi dem Wiedehopf entgegen. Das Bild stammt aus Italien. Hier findet man die tollen Vögel wesentlich leichter und häufiger als vor der heimischen Haustür. Ganz einfach ist es trotzdem nicht, dem Vogel möglichst nahe zu kommen. Ich hatte das Tarnzelt schon abends aufgebaut und mich für diese Gegenlichtsituation entschieden. Tauwassertropfen aus der Nacht im Hintergrund ergeben dadurch ein sehr schönes Muster aus sogenannten Lens Flares.

März 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom März 2017 wurde in den Alpen aufgenommen. Es zeigt ein Murmeltier (Marmota). Vom Betrachter aus schaut es zur rechten Bildseite. Das Murmeltier liegt auf einem steinigen Untergrund, der teilweise mit Gräsern bedeckt ist, und genießt mit halb geschlossenen Augen den Sonnenschein. Sein Körper mit dem grau-braunen Fell, dem kräftigen, flachen Schädel und den winzigen abgerundeten Ohren wirkt gedrungen. Man erkennt beide Vorderbeine mit jeweils vier Zehen und den sehr langen Krallen. Im Hintergrund des Bildes erstreckt sich eine mit Schnee bedeckte Bergkette und über ihr der blaue, teilweise wolkenverhangene Himmel. 

Kalenderblatt März 2017 - Murmeltier


Anmerkung des Fotografen:

Das Alpenmurmeltier ist das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier. Bei Wanderungen in den Alpen sieht man die Nager ab und zu auf einem Stein oder kleinen Hügel sitzen und Wache halten. Bei Gefahr stoßen sie einen hellen, lauten Pfiff aus und verschwinden in ihren Erdlöchern. An Stellen mit viel Publikumsverkehr sind die Alpenmurmeltiere manchmal weniger scheu. So gelang dieses Bild mit einem Weitwinkelobjektiv aus nächster Nähe. Durch die Verwendung des Weitwinkels kann man sehr schön die Alpenlandschaft mit in das Bild einbeziehen.

Februar 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Februar 2017 wurde in Maremma (Mittelitalien) aufgenommen. Es zeigt einen Eichelhäher (Garrulus glandarius), der auf einem teilweise mit Moos bewachsenen Ast sitzt, welcher vom Betrachter aus senkrecht bis zum linken oberen Bildrand und waagerecht über die rechte Bildhälfte ragt. Er hat seinen Kopf nach rechts gedreht. Gut zu erkennen sind sein schwarz-weiß gestricheltes Oberköpfchen mit den schwarzen Wangenstreifen, dem kurzen grau-schwarzen Schnabel und dem sichtbaren rechten Auge mit seiner bläulich-grauen Iris. Der Eichelhäher hat dem Betrachter seinen rosa-braunen Rücken mit den schwarz-braunen Flügeln und einem auffallenden weißen Flügelfleck sowie den hübschen blau und schwarz gebänderten Federchen am Flügelbug zugewandt. Sein schwarzer Schwanz wirkt wie ein halb geöffneter Fächer. Der von Grün- in Brauntöne übergehende, verwischte Hintergrund des Bildes lässt bei genauerer Betrachtung auf der rechten Bildseite den Stamm eines Baumes vermuten.

Kalenderblatt Februar 2017 - Eichelhäher


Anmerkung des Fotografen:

Der Eichelhäher ist ein Vogel aus der Familie der Rabenvögel. Obwohl er gerne an die Winterfütterung kommt, ist er doch recht scheu und dazu auch noch schlau. Das macht das Fotografieren gar nicht so einfach. Aus fotografischer Sicht gehört er sicherlich zu den interessanten Motiven, da er – vor allem aus der Nähe betrachtet – sehr bunt ist.

Januar 2017

Das Motiv des Kalenderblattes vom Januar 2017 wurde in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Es zeigt einen Mäusebussard (Buteo buteo), der auf einem gegabelten Aststück sitzt, welches teilweise mit Moos bedeckt ist, an dem er sich mit seinen gut sichtbaren hornfarbenen Krallen festhält. Der Körperbau des Bussards wirkt kompakt. Seinen Kopf neigt er vom Betrachter aus zur rechten Bildseite, sodass nur ein Auge mit seiner gelblichgrauen Iris erkennbar ist. Die Gefiederfärbung variiert über ein Weiß bis hin zu einem Dunkelbraun. Der hakenförmig gebogene Schnabel ist schwarz und geht in Richtung Kopf in einen gelblichen Farbton über. Zu sehen ist auch ein Teil seines kurzen, breitgefächerten Schwanzes. Der Hintergrund des Bildes ist in einem Taubenblau gehalten.

Kalenderblatt Janaur 2017 - Mäusebussard


Anmerkung des Fotografen:

Der Mäusebussard gehört zu den häufig vorkommenden Greifvögeln in Deutschland. Diese recht hohe Bestandsdichte soll aber nicht über die Schwierigkeit hinweg täuschen, diese Vögel nahe genug vor die Linse zu bekommen. Er hat wie alle Greifvögel hervorragende Augen, kaum etwas was ihm entgehen könnte. Selbst eine kleine Maus kann er aus sehr großer Höhe sehen. Für den Fotografen heißt das – gut verstecken und vor allem deutlich vor dem Vogel an der Lokation sein. In der Regel beginnen solche Ansitze im Dunkeln und enden auch erst, wenn kein Vogel mehr in Sicht ist. Der Winter ist eine gute Zeit, Bussarde zu fotografieren. Die Entfernung betrug hier etwa 12 Meter.

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