Bildbeschreibungen der Kalenderblätter

Viele Partner des BFW Halle kennen inzwischen unseren alljährlichen Monatskalender mit wildlife Naturbildern. Neben den großflächigen Tierbildern, zeigt jedes Kalenderblatt das Motiv zusätzlich aus der Sicht einer speziellen Sehbeeinträchtigung.

Um auch blinden Menschen den Bildinhalt zugänglich zu machen, werden wir die jeweiligen Motive inklusive einer Bildbeschreibung und Anmerkungen des Fotografen veröffentlichen. Zukünftig finden Sie hier jeden Monat eine neue Bildbeschreibung, die auch für sehende Gäste einige spannende Details beinhalten.

April 2020

Auf dem Kalenderblatt vom April 2020 präsentiert sich ein Blaukehlchen (Luscinia svecica) dem Betrachter. Der Vogel sitzt in der Bildmitte auf der Spitze eines Zweiges mit leuchtend gelben Blüten und zeigt sein rechtes Profil. Vor dem blassen gelb-grünen Hintergrund kommt die Gefiederfarbe des Blaukehlchens besonders gut zur Geltung: es leuchtet in allen Nuancen von violett bis braun und altrosa. Besonders sticht der dunkelblaue Latz hervor, der unterm Schnabel beginnt und bis zum Brustkorb reicht. Der Schnabel ist weit geöffnet.

Kalenderblatt April 2020 - Blaukehlchen

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März 2020

Auf dem Kalenderblatt vom März 2020 läuft ein Eisgraues Murmeltier (Marmota caligata) von der linken Bildhälfte in die rechte Bildhälfte einen Hang hinauf. Der Betrachter sieht das rechte Profil des Tiers in der linken Bildmitte, es bewegt sich durch eine grün-gelbe Strauchlandschaft mit Holz- und Felselementen. Das Fell ist borstig und gräulich bis graubraun. Auf dem Schulter und dem Rücken ist das Fell eisgrau, der Schwanz ist braun und aufgestellt. Der Kopf ist typisch für Nagetiere zur dunklen Nase spitz zulaufend, um die Nase ist das Fell hellgrau. Die Augen und die kleinen Ohren sind schwarz.

Kalenderblatt März 2020 - Murmeltier

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Februar 2020

Das Motiv des Kalenderblattes vom Februar 2020 zeigt das rechte Profil eines Goldregenpfeifers (Pluvialis apricaria), der auf einem bunten Moosteppich steht. Der Vogel steht aufrecht auf seinen dünnen Beinen in der Bildmitte, der Kopf zeigt zum rechten Bildrand. Der dünne, kurze Schnabel ist weit geöffnet. Der Rücken ist gelb, braun, schwarz und weiß gemustert, die Zeichnung zieht sich bis auf den Oberkopf, der über eine weiße Linie vom bräunlichen Gesicht getrennt wird. Schnabel und Augen sind dunkel, genau wie die Kehle, die von einer weißen Linie eingerahmt wird. Diese Linie zieht sich am dunkelbraunen Bauch vorbei. Schwanz und Bürzel sind ebenfalls dunkel.

Kalenderblatt Februar 2020 - Goldregenpfeifer

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Januar 2020

Das Motiv des Kalenderblattes vom Januar 2020 zeigt einen Seeotter (Enhydra lutris), der sich in der Bildmitte im Wasser tummelt. Er treibt auf dem Rücken liegend an der Wasseroberfläche und hat den Kopf in Richtung Kamera gehoben, so dass es den Anschein erweckt, dass er den Betrachter direkt ansieht. Die Vorderflossen hat er an den Hinterkopf gelegt, die Füße ragen aus dem Wasser und berühren sich an den Zehen. Das Fell ist dunkelbraun, der Kopf etwas heller. Der Rest des Bildes wird vom blau-grauen Wasser ausgefüllt, welches leichten Wellengang hat.

Kalenderblatt Januar 2020 - Seeotter

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Dezember 2019

Im Dezember 2019 ziert ein Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) das Kalenderblatt. Der Vogel sitzt in der Bildmitte auf einem mit Moosen überwuchertem Baumstamm, der von rechts unten nach links oben durch das Bild reicht. Der Bauch zeigt zum linken Bildrand, der Kopf ist vom Vogel aus betrachtet um eine Vierteldrehung nach links gedreht, so dass er den Kalenderbetrachter direkt ansieht. Der Sperlingskauz hat ein hell- bis mittelbraunes Gefieder, dass von kleineren und größeren weißen Tupfen und Federteilen durchzogen ist. Besonders auffällig an dem relativ kleinen Kopf ist die flache Stirn mit weißen „Augenbrauen“. Die Iris der verhältnismäßig kleinen Augen ist gelb.

Kalenderblatt Dezember 2019 - Sperlingskauz

Anmerkungen des Fotografen:

Nicht viel größer als eine Amsel ist der Sperlingskauz vielleicht der niedlichste Kauz weltweit. Allerdings gibt es ihn nicht so oft und wenn, dann ist er extrem schwer zu entdecken. Meist bewegt er sich im tiefen Wald, entsprechend schwierig gestalten sich die Lichtbedingungen. Passend zu diesem kleinen Waldgeist erscheint auf diesem Bild das Ambiente: Urige von Flechten überzogene alte Äste – so hatte ich mir das gewünscht.

November 2019

Ein Blaukehlchen (Luscinia svecica) im Seitenprofil zeigt das Kalenderblatt vom November 2019. Der schlank gebaute Vogel mit dünnen Beinen steht auf einem bewachsenen Felsen und blickt aus dem rechten Bildrand heraus. Es handelt sich um ein Männchen im Brutkleid, was an der auffälligen Färbung von Hals und Brust zu erkennen ist. Der Hals ist leuchtend blau mit einem orangefarbenen Fleck auf der Kehle. Darunter liegt ein brauner Streifen, der dem restlichen Gefieder ähnelt, gefolgt von einem orangefarbenen Streifen auf der Brust. Der restliche Bauch ist hellgrau gefiedert. Seine Oberseite ist überwiegend hell- bis dunkelgraubraun. Der dunkle Schnabel ist innen gelb gefärbt, was auf dem Bild an den Seiten nur hervorblitzt, da der Schnabel geschlossen ist. Die Iris ist schwarzbraun.

Kalenderblatt November 2019 - Blaukehlchen

Anmerkungen des Fotografen:

Blaukehlchen stehen wahrscheinlich auf der Wunschliste eines jeden Vogelfotografen. Die Schwierigkeit ist nicht einmal sie zu finden und zu sehen – sie kommen in vielen Schilfgebieten auch in Deutschland vor. Schwierig ist, sie so frei von Schilf, Ästen usw. vor die Linse zu bekommen. In Nordeuropa haben die Blaukehlchen einen rötlichen Fleck am Hals in Deutschland und Mitteleuropa sind sie an dieser Stelle weiß. Dieses Blaukehlchen flatterte mit in Norwegen in der Hardangervidda vor die Linse.

Oktober 2019

Auf dem Kalenderblatt vom Oktober 2019 ist ein Rotmilan (Milvus milvus) zu sehen. Er sitzt auf der oberen Spitze eines Steins, umgeben von grünem, hohem Gras. Der Betrachter sieht den Vogel von seitlich-hinten, den Kopf hat der Milan nach links gedreht, so dass er den Betrachter fast ansieht. Der Kopf ist hellgrau bis hellbraun gefiedert, die Iris ist hellbraun. Der kräftige Schnabel ist an der Basis gelb und wird schwarz, wo er nach unten gebogen ist. Die Gefiederfarbe am Körper reicht von weiß über verschiedene Brauntöne bis schwarz. Er hat einen langen gegabelten Schwanz. Die kurzen Beine sind gelb, die Krallen schwarz.

Kalenderblatt Oktober 2019 - Rotmilan

Anmerkungen des Fotografen:

Rotmilane kommen im Flug dem Menschen oft recht nahe. Sie kreisen über Gärten und Wohngebieten auf der Suche nach Essbaren. Trotzdem sind sie sehr scheu und würden sich ohne Not niemals in Menschennähe hinsetzen. Um dieses Bild zu machen bedarf es einer sehr guten Vorbereitung und Tarnung. Die geringste Objektivbewegung würde den Vogel verjagen und tagelang nicht mehr an diesen Ort zurückkommen lassen.

September 2019

Das Kalenderblatt von September 2019 zeigt eine Wasseramsel (Cinclus cinclus). Der Betrachter sieht das Tier auf einem hellgrünen Moosbett stehend von vorne, der Kopf ist zum linken Bildrand gedreht. Der Körper wirkt rundlich und ist überwiegend braun. Auffällig ist der weiße Brustlatz, der von der Kehle bis zur Brust reicht.  Die Iris ist dunkelbraun und hebt sich kaum von den umliegenden Federn ab. Die Füße und Zehen sind schwarz. Im ebenso schwarzen Schnabel hält sie zwei Wasserinsekten, vermutlich Schnaken.

Kalenderblatt September 2019 - Wasseramsel

Anmerkungen des Fotografen:

Die Wasseramsel ist schon ein ganz besonderer Vogel. Obwohl sie eigentlich ein Singvogel ist springt sie mutig ins tosende Wasser, um am Boden nach Insekten zu suchen. Danach verharrt sie meistens kurz auf einem Stein – die Gelegenheit für den Fotografen. Auf welchem der meist vielen Steinen sie aber zur Ruhe kommt weiß man vorher nicht. Es gehört also immer etwas Glück und viel Ausdauer dazu, den Vogel möglichst nahe vor die Linse zu bekommen. Zu meiner Freude hatte diese Wasseramsel schon sehr viele Insekten gesammelt, um sie an die Jungen zu verfüttern. Zu sehen ist die Wasseramsel in Gebirgsflüssen in ganz Europa.

August 2019

Im August 2019 zeigt das Kalenderblatt einen Polarfuchs (Vulpes lagopus), der aus der oberen, rechten Bildhälfte auf den Betrachter zuzulaufen scheint. Seine linke Vorderpfote ist für den nächsten Schritt nach vorn gestreckt. Dort trifft er auf karge, große Steine. Das Fell des Polarfuchses ist weiß bis hellgrau, von seinem Körper größtenteils verdeckt, ist sein buschiger, weißer Schwanz zu erkennen. Er blickt mit seinen hellbraunen Augen in den vorderen, linken Bildausschnitt, seine Ohren sind aufgerichtet. Das Bild wurde im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark in Norwegen aufgenommen.

Kalenderblatt August 2019 - Polarfuchs

Anmerkungen des Fotografen:

Polarfüchse sind auf dem Europäischen Festland nicht oft anzutreffen. Es gibt aber einige Gebiete in Skandinavien, wo man sie mit etwas Glück findet. Die tiefstehende Nachtsonne zur Mittsommernacht gibt dem Bild das gewisse Etwas. Ich beobachtete den Polarfuchs und ahnte, wo er hinter den Steinen hervorkommen würde. Mit der Kamera hatte ich den Bereich schon anvisiert und der Fuchs tat mir den Gefallen.

Juli 2019

Das Motiv des Kalenderblattes vom Juli 2019 zeigt 2 Sperbereulen (Surnia ulula). Sie sitzen im Astwerk eines Baumes auf moosbewachsenen Zweigen, ihre Körper sind einander zugewandt. Die vom Betrachter aus linke Eule zeigt ihren Rücken in die Kamera und hat ihren Kopf um 180 Grad nach hinten gedreht, so dass der kurz gebogene, hellgelbe Schnabel über ihrem Rücken ist. Ihr Blick geht aus dem linken Bildrand heraus. Die vom Betrachter aus rechte Eule zeigt ihre linke Körperhälfte und schaut den Betrachter mit ihren leuchtend gelben Augen direkt an. Beide haben einen hellen Gesichtsschleier, der braunschwarz umrahmt ist. Das Rückengefieder ist bräunlich mit weißen Flecken.

Kalenderblatt Juli 2019 - Sperbereulen

Anmerkungen des Fotografen:

Bevor ich die jungen Sperbereulen gesehen habe, habe ich sie gehört. Ein deutliches Zischen machte mich neugierig. Es hat nicht lange gedauert und ich hatte drei Jungtiere entdeckt, die auf niedrigen Ästen verharrten. Ein Geschenk für einen Naturfotografen, für welches ich allerdings auch etwas Lehrgeld bezahlen sollte. Einer der Altvögel flog mir von hinten mit Fullspeed vor den Kopf, was so viel hieß wie: „Bis hierher und nicht weiter!“ Die ausgeprägten Krallen der Vögel mit denen sie Tiere bis zur Größe eines Moorhuhns schlagen waren Warnung genug – ich zog mich vorsichtshalber zurück.

Juni 2019

Das Kalenderblatt vom Juni 2019 zeigt einen Alpenstrandläufer (Calidris alpina). Der Vogel befindet sich in der Bildmitte und zeigt sein linkes Profil. Er steht mit beiden Beinen aufrecht im kurzen Gras, der Hintergrund ist stark verschwommen. Der lange, dünne Schnabel ist länger als sein Kopf und wie die Iris schwarz. Sein Federkleid ist graubraun und reicht am Scheitel und den Flügelseiten bis ins orange-bräunliche. Gesicht, Hals und Brust sind dagegen überwiegend weiß und braun.

Kalenderblatt Juni 2019 - Alpenstrandläufer

Anmerkungen des Fotografen:

In Deutschland kennen wir den Alpenstrandläufer zur Zugzeit meist in seinem Schlichtkleid. Ganz anders präsentiert er sich aber zur Brutzeit im sogenannten Prachtkleid. Auf einmal wird aus einem unscheinbaren recht farblosen Vöglein eine richtige Schönheit. In den menschenarmen Gebieten der Hardangervidda in Norwegen zeigen die Tiere eine wesentlich geringere Scheu. Auf dem Bauch liegend konnte ich mich dem Vogel bis auf wenige Meter nähern und einige schöne Bilder machen.

Mai 2019

Auf dem Kalenderblatt vom Mai 2019 präsentiert sich eine Waldohreule (Asio otus). Die Fotografie entstand im BFW Halle. Das Tier sitzt auf einem grauen Ast mit sichtbarer Rindenstruktur, der horizontal durch die untere Bildfläche verläuft und etwa so dick ist wie der Körper der Eule. Der Eulenkörper ist vom Betrachter aus leicht nach links gedreht, der Kopf und vor allem die orangegelb leuchtenden Augen scheinen den Betrachter hingegen direkt zu fixieren. Die kranzförmige Einfassung des Gesichts, Gesichtsschleier genannt,  ist weiß mit einem schwarzen Innen- und Außenrand. Das Gefieder ist auf hellbraunem Grund schwarzbraun gestrichelt und gefleckt. Den Hintergrund füllt das verschwommene, hellgrüne bis dunkelgrüne Blätterdach des Baumes, in dem die Waldohreule sitzt.

Kalenderblatt Mai 2019 - Waldohreule

Anmerkungen des Fotografen:

Junge Eulen sind immer etwas Besonderes. Die Waldohreulen brüten jedes Jahr direkt auf dem BFW – Gelände. Wenn dann die Zeit kommt, wo sie noch nicht wirklich gut fliegen können aber schon gerne mal auf den Ästen herumwandern, habe ich die Kamera immer im Gepäck. Oft sind sie zu hoch in den Bäumen oder verdeckt von Laub und Ästen. Ab und zu zeigen sie sich aber auch ganz frei in voller Schönheit – genau der Moment auf den ich warte.

April 2019

Auf dem Kalenderblatt vom April 2019 schaut ein Rotfuchs (Vulpes vulpes) den Betrachter in Nahaufnahme direkt mit seinen bernsteinfarbenen, offenen Augen an. Der nach rechts gedrehte Kopf und ein Teil seines Hals-Brust-Bereiches nehmen das gesamte Bild ein. Das Fell ist oberseits hell rotbraun, unterseits weiß. Die Kopfform ist eher schmal und läuft spitz zur geschlossenen Schnauze zu, seine Ohren sind aufgerichtet. Der Hintergrund ist unscharf hell- bis dunkelgrün im oberen Teil und bräunlich im unteren Teil des Bildes.

Kalenderblatt April 2019 - Rotfuchs

Anmerkungen des Fotografen:

Junge Füchse sind wirklich ein dankbares Fotomotiv. Dieser hier war wesentlich neugieriger als seine Geschwister und kam mir sehr nahe, biss sogar in den Tarnstoff, den ich um das Objektiv gelegt hatte und zog daran. Auf jeden Fall hat er mit seiner Furchtlosigkeit bis in den Kalender geschafft.

März 2019

Das Kalenderblatt vom März 2019 zeigt einen Stieglitz (Carduelis carduelis). Der Vogel befindet sich im Bild in der Mitte des oberen Drittels und zeigt ihn im scheinbaren Landeanflug auf eine von drei ausgetrockneten Distelköpfen, welche die unteren zwei Drittel des Bildes einnehmen. Seine rechte Kralle hat er bereits um einige der spitzen Stacheln gefasst, welche die gesamte Pflanze umgeben.  Die ausgedörrten Pflanzen mit ihrer spitzen Oberfläche und blass grau-bräunlichen Farbe bieten einen krassen Kontrast zu dem farbenfrohen Stieglitz mit seinem weichen Gefieder. Der eintönig hell-beige Hintergrund lässt das feuerrote Gesicht noch intensiver wirken. Die im Flug voll ausgebreiteten Flügel sind schwarz mit einem leuchtend gelben Mittelstreifen.

Kalenderblatt März 2019 - Stieglitz

Anmerkungen des Fotografen:

Auch der Stieglitz war ein Gast an der Winterfütterung. Die Disteln passen natürlich perfekt zu diesem Vogel, denn er wird auch Distelfink genannt. Eine kleine Gruppe der bunten Vögel ließ sich fast jeden Tag an der Fütterung sehen und ermöglichte mir jede Menge Fotos.

Februar 2019

Das Motiv des Kalenderblattes vom Februar 2019 zeigt das linke Profil eines Mittelspechts (Leiopicus medius), der sich bäuchlings an einen Baumstamm klammert, welcher senkrecht mittig durch das Bild verläuft. Sein Blick ist konzentriert auf die vom Betrachter aus linke Seite des Bildes gerichtet. Sein kurzer, gerader, grauer Schnabel ist nur wenige Millimeter vom Baumstamm entfernt. Er hat ein schwarz-weiß gefärbtes, teils getupftes Gefieder, welches hier eng am Körper anliegt. Im hellgrauen Gesicht sticht besonders der ziegelrote Scheitel hervor. Auch der Bauch weist eine zunächst nur blassrosa, am Ende deutlich rote Färbung des Gefieders auf. Der Hintergrund des Bildes ist in verwischten hellbraunen und teils weißlichen Tönen gehalten.

Kalenderblatt Februar 2019 - Mittelspecht

Anmerkungen des Fotografen:

Mit dem Mittelspecht hätte ich an der Winterfütterung nicht unbedingt gerechnet. Er zählt zu den sehr seltenen Arten in Deutschland. Das Stämmchen hatte ich mit einem Gemisch aus Fett, Haferflocken und Körnern eingestrichen. Das schien dem Mittelspecht sehrt gut zu gefallen – na und mir natürlich auch, zumal er sich als regelmäßiger Gast einstellte.

Januar 2019

Das Motiv des Kalenderblattes vom Januar 2019 zeigt einen Mäusebussard (Buteo buteo), der gerade im Anflug auf eine Schneewehe, die sich am rechten unteren Bildrand befindet, ist. Seine senkrecht nach oben gefächerten Flügel sind weiß und zu den Spitzen hin braun. Der relativ kurze, abgerundete Schwanz zeigt sich weiß-braun eng gebändert. Die Gefiederfärbung am Kopf variiert über ein Weiß bis hin zu einem Dunkelbraun. Der hakenförmige schwarze Schnabel geht in Richtung Kopf in einen gelblichen Farbton über. Gut zu erkennen ist auch die gelblichgraue Iris. Die Füße des Mäusebussards sind gelb mit langen gebogenen hornfarbenen Krallen. Der Hintergrund des Bildes ist in verwischten hellbraunen und teils weißlichen Tönen gehalten.

Kalenderblatt Januar 2019 - Mäusebussard

Anmerkungen des Fotografen:

Die Schwierigkeiten für Greifvögel im Winter an Nahrung zu gelangen machte ich mir bei diesem Bild zunutze. Ich platzierte einen Köder an dem verschneiten Stein. Jetzt heißt es Warten und im richtigen Moment hellwach zu sein. Für solche Szenen bedarf es extrem kurzer Verschlusszeiten, um den Vogel trotz seiner schnellen Bewegung scharf abzubilden.

Dezember 2018

Auf dem Kalenderblatt vom Dezember 2018 präsentiert sich ein Graureiher (Ardea cinerea), der  vom Betrachter aus den Blick zur rechten Bildseite richtet. Er steht auf einem seiner langen schwarz gemusterten Beine inmitten einer Schneelandschaft, die zum oberen Bildrand hin in verwischte gräuliche Töne übergeht. Der lange gelblich-bräunliche Schnabel des Reihers ist dolchartig geformt. Auf seinem Kopf trägt er schwarze  Schopffedern, die zu einem Federbüschel  geformt sind. Stirn und Oberkopf zeigen sich in einem weißen Farbton, der Hals in einem Grauweiß mit einer schwarz-weißen Fleckenreihe. Der Brustbereich hat  lange Konturfedern, auch Puderfedern genannt.  Der teilweise zu erkennende Rücken zeigt sich in einem aschgrau mit weißen Bändern. Man scheint jede einzelne seiner silbergrauen Federn des  Flügels zu erkennen.

Kalenderblatt Dezember 2018 - Graureiher

Anmerkungen des Fotografen:

Graureiher sind im Sommer sehr wachsam und scheu. Im Winter herrscht aber meist eine gewisse Hungersnot. Das kann man sich als Fotograf zunutze machen indem man etwas Fisch auf dem Eis auslegt und dem großen Vogel damit noch etwas Gutes tut. Er dankt es, indem er solche Fotos zulässt. Das Besondere an dem Bild ist die sehr tiefe Kameraperspektive. Ich lag dafür mehrere Stunden flach auf dem Bauch auf einem zugefrorenen See.

November 2018

Das Kalenderblatt vom November 2018 zeigt einen Moschusochsen (Ovibos moschatus) inmitten einer Graslandschaft, der mit seiner stämmigen Gestalt fast das gesamte Bild einnimmt. Er scheint mit seinen großen Pupillen den Betrachter direkt anzuschauen. An seinem mächtigen Kopf  befinden sich in Höhe der Augen kräftig ausgebildete Hörner mit nach oben gebogenen Spitzen. Auffällig ist der ausgeprägte  Buckel über der Schulter. Sein langes, dichtes Fell schimmert im Licht in schwarzbraunen Farbnuancen.

Kalenderblatt November 2018 - Moschusochsen

Anmerkungen des Fotografen:

Viele Menschen glauben, dass es besonders gefährlich sei einen Bären zu fotografieren, dabei gehören die Moschusochsen zu den wirklich gefährlichen Motiven in Europa. Einige von ihnen leben in ausgedehnten Fjellgebieten in Norwegen. Da kann es schon einmal einen Tagesmarsch mit kompletter Fotoausrüstung bedeuten, um eine kleine Gruppe von ihnen vor die Linse zu bekommen. Eigentlich sollte man sich nicht unter 200m den wilden Tiere nähern – zu weit für wirklich gute Fotos. Mit etwas Erfahrung und Mut (andere nennen es Dummheit) kommt man aber durchaus in gute Fotoentfernung. Wichtig ist dabei, die Tiere genau zu beobachten und nicht zu verängstigen. Langsame Bewegungen in geduckter Körperhaltung sind da angebracht.

Oktober 2018

Auf dem Kalenderblatt vom Oktober 2018 ist ein Wiedehopf (Upupa epops) zu sehen, welcher gerade im Anflug auf einen sich quer durch das Bild ziehenden Ast ist. Dabei sind die gespreizten schwarz-weiß gebänderten Flügel  gut zu erkennen. Die Federn von Kopf, Hals, Brust und Bauch zeigen sich in einem rosabraunen Ton. Seine fächerartige hellbraune Federhaube endet in schwarzen Spitzen. In seinem dünnen, relativ lang wirkenden, nach unten gebogenen Schnabel trägt er ein raupenartiges Insekt zur Nahrung. Der Hintergrund des  teilweise von der Sonne durchfluteten  Bildes zeigt sich in verwischten Gelb- und Grüntönen bis hin zu einigen schwarzen Einschlüssen.

Kalenderblatt Oktober 2018 - Wiedehopf

Anmerkungen des Fotografen:

Einer meiner Lieblingsvögel – der Wiedehopf. Wenn man die Bruthöhle findet, ist die Fotografie aus dem Versteck heraus kein Problem. Wichtig ist, die Tiere nicht zu stören, denn sie füttern im Akkord ihre Jungen. Da wäre es fatal, wenn diese nur eines Fotos wegen leiden müssten. Hier sorge ich mit einem „Zwischenlandeplatz“ für eine kleine Hilfe für die Altvögel, die sie sehr gern annehmen. So entsteht eine Win-Win-Situation zwischen Fotografen und Vogel.

September 2018

Das Kalenderblatt vom September 2018 zeigt einen Feuersalamander (Salamandra salamandra), der auf einem dunklen, großen, mit Wasser benetzten Stein sitzt.  Man hat den Eindruck, der Salamander beobachtet sein Gegenüber mit seinen großen schwarzen „Glubschaugen“, die auf seinem breiten Kopf sitzen. Gut zu erkennen sind auch seine Vordergliedmaßen, mit denen er sich auf dem Stein abstützt. Seine auffällig schwarze, lackartig glänzende Haut ist durch große, leuchtend gelbe Flecken gekennzeichnet. Der Hintergrund des Bildes gestaltet sich in verschiedenen verwischten Grüntönen, die eine Wiese vermuten lassen.

Kalenderblatt September 2018 - Feuersalamander

Anmerkungen des Fotografen:

Um Feuersalamander zu fotografieren bedarf es guter Kenntnisse über das Verhalten der Tiere. Speziell ist es gut zu wissen, wann sie ihre Verstecke verlassen. Die Salamander sind zwar nicht so schnell wie eine Eidechse, grabbeln aber ständig herum und versuchen sich aus dem Bild zu stehlen. Als Fotograf liegt dann meisten flach auf dem Boden und versucht das Tierchen irgendwie im Sucher der Kamera zu platzieren, um ein gutes Bild zu schießen.

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